Hochzeit in Venedig
Ein klassisches Ziel für die Flitterwochen ist Venedig. Romantik pur! Warum kommen eigentlich so wenige Menschen auf die Idee, gleich in Venedig zu heiraten? Beispielsweise in der Santi Giovanni e Paolo oder kurz Zanipolo. Kirchenpatrone sind nicht die beiden gleichnamigen Apostel, sondern Johannes und Paulus von Rom, zwei Märtyrer aus der Zeit Konstantin des Großen. Zanipolo ist eine Klosterkirche der Dominikaner. Sie ist der größte und bedeutendste Sakralbau der venezianischen Gotik des 14. und 15. Jahrhunderts. Sie war die bevorzugte Grabeskirche der Dogen sowie zahlreicher Adelsfamilien. In der Kirche befinden sich neben vielen anderen Grabmonumenten venezianischer Nobili allein 26 Dogengrabmäler von der Zeit der Gotik bis zum Barock. Als erster Doge wurde dort im 1249 der Mäzen der Dominikaner Jacopo Tiepolo begraben. Seine einfache Grabkiste aus Marmor befindet sich an der äußeren Fassadenwand. Auch einige Künstler wie die Bellinis und Lorenzo Lotto haben hier ihre letzte Ruhestätte. Die Wandgräber stellen nebenbei bemerkt eine neue Möglichkeit zu Beginn der Renaissance dar, Plastik und Architektur zu verbinden. Die ‚menschliche’ Plastik hatte sich aus der Einbindung in die Fassadengestaltung der großen Kathedralen im hohen Mittelalter, besonders in der Portalzone, herausentwickelt zu einer zunehmend eigenständigen, freistehenden Figur. Diese Grabmäler an den Kircheninnenwänden hier sind also eine neue Komposition, die der Plastik ein wesentlich höheres Eigenleben ermöglicht als den Gewändefiguren des hohen Mittelalters zuvor.
Jetzt kommt der Frühling, genügend Zeit bis in den Spätherbst den oder die richtige zu finden. Wer keine Zeit hat oder auch keine Lust mehr zu suchen ... mein Tipp ist in diesem Fall eine seriöse Partnervermittlung.