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Goethe auf seiner "Italienischen Reise" hatte das Gefühl, auf dem Brenner Italien zu betreten. Strenge Südtiroler verzeihen ihm das nicht; sie hätten lieber, Goethe hätte das Gefühl erst an der Salurner Klause gehabt.
Wie Goethe zu dieser Aussage kam, erschließt sich mir zumindest nicht. Wer das Eisacktal in Südtirol betritt, spürtm.E. noch nicht viel von Italien. Erst zum Ende des Tales Richtung Bozen zeigt sich langsam italienischer Einfluß. Das Eisacktal mit dem Brenner war über Jahrtausende der wichtigste Übergang über die Alpen, den Kaufleute, Kriegsherren mit ihren Heeren, Kaiser, Päpste und einfache Pilger passieren mussten. Zum Schutz der Krönungsstrasse nach Rom richtete Kaiser Konrad II. die Grafschaft Eisack ein. Damit wurde Eisack eine der Keimzellen der einst so mächtigen Grafschaft Tirol.
Die größten Ort im Eisacktal sind Brixen, Klausen, Waidbruck und Blumau. Über 75 Prozent der 45.000 Bewohner sprechen Deutsch, gefolgt von Italienisch (23 Prozent) und der Minderheitensprache Ladinisch (ca. 1 Prozent). Der Tourismus ist ein großer Wirtschaftsfaktor in der Region. Nennenswerte Industrie gibt es rund um den hauptort Brixen.